Zu meinem Werdegang

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Geboren in Berlin, bin ich wegen berufsbedingtem Umzug meiner Eltern in Krefeld, später in Grefrath (am Niederrhein) aufgewachsen.

Meine ersten Kollektionen entstanden in der Schule, heimlich, unter der Bank. Kleidung war mein Faible, und dass ich Künstlerin werden wollte, stand immer schon fest. So studierte ich später Bühnenkostüme und Freie Kunst an der FHS Köln, lernte dort Aufbau und Handhabung historischer Schnitte kennen, den Umgang mit Farben, das Zeichnen von Figurinen. Nebenbei bestrickte ich die Kölner Oper, meine Dozentinnen und Kommilitoninnen.

1980 machte ich mich selbstständig, eröffnete ein kleines Atelier in Krefeld: Experimentelles Strickdesign. Inzwischen konnte ich auch spinnen und färbte meine Garne selbst. So hatte ich eine sagenhafte Farbpalette, strickte Bilder und Landschaften auf Kleider, Jacken, Mäntel... −  und verkaufte sie auf Kunsthandwerksmärkten, in Galerien. Spezielles fertigte ich an.

Mitte der 80er zog es mich in meine Geburtsstadt, Berlin, zurück. Hier wollte ich leben und Mode machen − stellte weitgehend auf Maschinenstrick um, beteiligte mich an Modemessen (Off-line, Durchreise...). Aber die Szene hier hatte ihre eigenen Diktate, z.B.: die Farbe SCHWARZ. Meine bunten Bilder kamen nicht so gut an.

Ich begann mit Strukturen zu experimentieren: Baumrinden, Mauern, Tierhäute..., kam zu eher skulpturhaften Modellen: der Mensch als Baum, Tier, pflanzenbewachsen oder mit Ratten/Fröschen auf der Schulter.
In der Kollektion Des Kaisers Neue Kleider: der Mensch mit simulierter Nacktheit bekleidet.

Ich inszenierte eigene Modeperformances und beteiligte mich an spektakulären Events: Mode in der Geisterbahn, mit Lisa D und Fiona Bennett, Architektur und Mode im Berlin-Pavillon, mit Allerleirauh in der Gethsemanekirche und im Stadtbad Oderbergerstraße...).

Mitte der 90er bis Anfang 2000 betrieb ich einen Laden mit einer befreundeten Modedesignerin. Wir erstellten zwei inhaltlich/farblich aufeinander abgesimmte Kollektionen jährlich. Das Konzept war: minimalistisch und funktionell bei höchstem Qualitätsanspruch. Meine Arbeiten wurden feiner, zarter, bis transparent.

Heute schöpfe ich aus den gewonnenen Erfahrungen an Techniken und Stilen, die ich gerne mische. Und es finden sich immer noch neue experimentelle Herausforderungen. Vorwiegend stricke ich Sonderaufträge, arbeite für die Staatsoper, das Deutsche Theater, Filmproduktionen..., erstelle Kleinserien für Boutiquen, und auch ganz privat verwirkliche ich Traumpullover nach Absprache/Beratung.
Vielleicht bald Ihren?